Freitag, 10. Juli 2015

Drei Nächte unterwegs

Wir sind seit drei Tagen unterwegs, und langsam gewöhnen wir uns an die neuen Routinen. Heute gab es zum ersten Mal Kaffee MIT Zucker, da der Zucker bisher unauffindbar war. Auch tauchen immer mehr Taschenmesser auf (die dann direkt in den Hosentaschen, und damit zugreifbar aufbewahrt werden). Die kurzen Streichhölzer wurden durch längere ersetzt, die bisher “versteckt” waren, und die Frühstückszubereitung dauert nur noch halb so lange wie am ersten morgen…

Am ersten Tag sind wir spät losgekommen, da wir das Haus komplett geputzt hinterlassen haben, und vorbereitet für unseren Haussitter Holly, die sich auch um die Hühner kümmern wird. Danke Holly für das Haus-Sitting!

Erster Stop was Treachery Beach bei Seal Rocks. Nationalparlsgefühl. Strömender Regen, alle werden bis auf die Haut nass bevor wir Abendessen hatten. Kein toller Start. Aber wenn man das erst mal hinter sich hat, und seine gute Laune nicht verloren hat, kann alles nur noch besser werden. Nachts dafür, als wir unter dem prasselnden Regen wach lagen und uns fragten, wie regenfest unser Camper-Zelt ist, heulten die Dingos um uns herum. Ein irres Geräusch, ein Gefühl wie auf Fraser Island. Morgens beim Aufwachen dafür Sonnenschein und gleich sieht alles viel besser aus.





Zweite Nacht in South West Rocks direkt neben dem Trial Bay Goal. Zuletzt waren wir hier vor ca 10 Jahren mit Kevin und Sue, auf dem Rückweg von Fraser. Diesmal keine Dingos, aber Känguruhs. Duzende, überall. Freu nach Bill Bryson’s “Frühstück mit Känguruhs”. Die Kinder werden von Peter in Fotografie eingewiesen. Niklas macht 160 Bilder von Känguruhs. Einige kämpfend, boxend, tretend, andere faul auf der Wiese liegend. Auch hier Regen über nacht, aber morgens aufwachen mit Sonnenschein. Das Frühstück nehmen wir “auswärts” ein — ein paar Meter weiter auf einem grossen Granitfelsen am Meer, mit Känguruhs hinetr uns und Walen im Pazifik vor uns. Vati ist so begeistert von unserem Frühstücksplatz, dass er das Essen fast vergisst!




Dritte Nacht haben wir nun in Bellingen aufgeschlagen, diesmal für 2 Nächte, da wir morgen in den Dorrigo National Park wollen. Unser Heim heute Nacht ist der Showground im Ort, mit tollem Gras, viel Platz für die Kinder um Ball spielen, und zum ersten Mal auch Strom. Der Strom erklärt, warum ich Blog schreiben kann.

Hier ist es nun abends 20:00 Uhr, es ist seit 2.5 Stunden dunkel. Niklas schläft seit einer Stunde im Britz Campervan der Grosseltern. Jonas liegt noch in unserem Camper Trailer und liest. In den letzten zwei Nächten waren die Kinder anders verteilt: Jonas bei Grosseltern und Niklas bei uns. Aber somit haben wir immer nur ein Kind mit uns auf der Queen Size Mattress, und somit Platz genug, um allen eine gute Nacht zu bescheren. Sehr praktisch, einen extra Kinderschlafplatz bei Grosseltern zu haben! :-)

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