Samstag, 18. Juli 2015

Scarness (Hervey Bay)

Wir sind jetzt seit etwas mehr als einer Woche unterwegs. Bei Glass House Mountains (Beerwah) wohnten wir auf einem Stadt-Campingplatz neben dem Sportplatz. Die Kinder waren mit dem Ball unterwegs, sobald wir angekommen waren. Denen geht es gut :) Das Ziel in Glass House Mountains war vor allem der Australia Zoo, zu dem die Jungen mit den Großeltern gegangen sind um alles über Kanguruhs und Beuteltiere im Allgemeinen zu lernen, und auch über Krokodile. Unglaublich, mit welchem Fachwissen die Vier uns am Abend begrüßt haben: “Niemals näher als 50 m neben einem Krokodilgewässer zelten / kein Geschirr spülen in Krokodilgewässer”. Peter und ich nutzten den freien Tag, um die Glass House Mountains selbst näher kennen zu lernen. Morgens kletterten wir auf Mount Ngungun und genossen den Rundumblick auf all die anderen “Glasssplitter-Berge”. Direkt Nebenan war ein gewaltiger fast kegelförmiger Berg mit einer senkrechten Ostwand aber besteigbar aussehener Westseite. Also sind wir zum Mount Tibrogargan gefahren, dann aber doch nicht hinauf gestiegen, da er eine ernsthafte Kletterung, nicht nur eine Wanderung, versprach. Stattdessen eine grosse Umwanderung des Berges, durch lichten Eukalyptuswald und auf andere kleinere “Glassplitterberge”. Ein sehr entspannter Tag, der und die Glass House Mountains sehr viel näher gebracht hat, da wir sie nun unterscheiden können: Ngungun, Tibrogargan, Cooee, Beerwah, und wie sie alle heissen.

Von dort ins Feriendorf Hervey Bay. Wiederum für mehr als eine Nacht, da wir dringend Wäsche waschen müssen, und zudem eine Waltour machen möchten. Fühlt sich wunderbar an, wieder mal saubere Wäsche an zu haben, und auch die Kinder mal wieder in gewaschener Wäsche zu wissen :-) Die Walsaison beginnt gerade erst, unsere Chances auf Wale werden mit 50-50 benannt. Der Kapitän hatte am Vortage 2 Wale gesichtet, und hält zuerst auf den gleichen Flecken in der Bucht zwischen Hervey Bay und Fraser Island zu. Aber per Radio hört er von zwei Walen näher am Festland, hinter Big Woody Island. Also Kehrtwendung und mit Volldampf zurück. Die See ist rau und kommt nun von vorne. Wir werden kräftig durch geschüttelt und -gepustet. Die Kinder sind nur mässig begeistert. Aber wir finden die Wale, und hängen uns für die nächsten 3 Stunden an ihre Fährte. Sie scheinen sich nicht an dem Boot zu stören. Sie ziehen zwar keine grosse Show ab, springen insgesamt nur 2 mal, aber sie haben auch keine Scheu vor uns. So ziehen wir für 3 Stunden mit unseren beiden Walen mit, haben sie neben uns atmen - bekommen sogar einmal ihren Atem ins Gesicht (nass und stinkig). Zwischendurch tauchen 4 Delfine auf, die neben dem Boot spielen, und dann alle 6 zusammen, 4 Delfine und zwei Wale. Sehr beeindruckend! Vati hat sich zum Schutz gegen den Wind ein Bandana um den Kopf gewickelt und sieht so breitbeinig auf dem schwankenden Schiff stehend, mit Bandana um den Kopf und Kamera vor den Augen, so ganz und gar nicht mehr aus wie der Mann, den man aus Schieder kennt. Reisen verändert den Charakter :-)

Den Jungen gefällt die Urlaubsatmosphäre von Hervey Bay. Sie verbringen viel viel freie Zeit auf dem Spielplatz nebenan. Von zwei Männern, die mit einem Footy Ball spielten, lassen sie sich in die Regeln und Tricks von Aussie Football einweisen und bekommen am Ende einen roten Soft-Footy-Ball geschenkt. Ah, noch einmal 7 Jahre alt sein, und von allen verwöhnt werden, das wäre toll!

Keine Kommentare: